Freitag 18. November 2005

Dame Venus

Sie hat viele Namen, ob heute oder vor Hunderten von Jahren, Dame Venus ist einer davon, einer der wohlwollendsten Namen für die Hure.

Das Thema fasziniert mich, nicht wegen des Mythos Rotlicht, der sich bei genauem Hinsehen doch meist als recht banal entpuppt. Es fasziniert mich, weil jede und jeder sich für irgendetwas verkauft, manchmal für Geld oder Positionen, manchmal auch nur für Gefühle oder ein nettes Wort oder einfach für Lust. Oder auch für ein Gehalt. Vielleicht spiegelt die Hure auch einen Teil meiner selbst, eine Fantasie, gespeist von den erotischen Erzählungen von Henry Miller, Anais Nin & Co. Sie wurde und wird begehrt, gefürchtet und verachtet, die Hure, die Frau, die Sexu-
alität. In der Antike gab es sie, genauso wie im Mittelalter, bis heute.

Zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert gab es sogar öffentlich von Stadtvätern betriebene sogenannte »Frauenhäuser«, z. B. in München in der Nähe des Sendlinger Tores, wo heute eine Feuerwehr ist. Gleich daneben war das Henkerhaus.

Über diese Zeit will ich schreiben. Über ein »gemeines Mädchen« im München des 15. Jahrhunderts. Anders als in der Wanderhure von Iny Lorentz möchte ich aber auch die Lust selbst thematisieren.

Im Moment lese ich alles, was mir über
diese Zeit zwischen die Finger kommt:

Das Frauenhaus von Peter Schuster,
Dame Venus von Jacques Rossiaud,
Sperrbezirke von Regina Schulte,
Liebesfreuden im Mittelalter von Gabriele Bartz u. a.,
Geschichte der Frauen in Bayern. Von der Völkerwanderung bis heute von Agnete von Specht (Hrsg.).

Tipps über mehr Quellen sind mir willkommen!

Sarah Ines | 18. November 2005, 13:11 | [0] Kommentare  

Freitag 2. September 2005

Poesie ist erregend ...

... und Erotik mehr als ein Kribbeln in den Geschlechtsorganen;
davon handelt auch mein neuestes Projekt:

Erotisches, Sinnliches, Orgiastisches. zeichnen und erzählen

ines-ludwig

»Sarah Ines, Autorin auch für erotische Literatur, schreibt Gedichte zu erotischen Zeichnungen von Günter Ludwig. Zusammen planen sie gemeinsame Auftritte in Form von Ausstellungen mit Lesungen.«
(Meldung auf der Webseite von Günter Ludwig.)

Sarah Ines | 02. September 2005, 23:09 | [0] Kommentare  
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