Ein Wort ist ein Wort ist eine Geschichte

Täglich spinne ich aus Worten Geschichten, die verführen sollen. Dass jedes einzelne Wort seinen ganz besonderen Sinn hat und nicht nur den einen, dass jedes seine Geschichte hat und Teil einer Geschichte ist und nicht nur einer, das vergesse ich dabei manchmal, fast. In den letzten Arbeitspausen habe ich darum eine wunderschöne, bunte Fabel gelesen, von einem Wort, das sich auf die Suche nach seinem Sinn macht und dabei fast verloren geht. Der junge Autor Sebastian Vogel hat unter dem etwas sperrigen Titel Der Wortschatz und zwischen etwas kitschig illustrierten Buchdeckeln ein Wort auf die Suche nach sich selbst geschickt. Zu Beginn etwas ungelenk, aber dann immer flüssiger und mitreißender erzählt er: Ein kleines Wort, das seinen Namen vergessen hat, spielt mit einem Esel Teekesselchen. Stürzt von der Eselsbrücke, weil es sich auch dann noch nicht an seinen Sinn erinnert. Wird von einem lachenden Tuwort aus dem Sprachfluss gerettet. Nimmt im Land Sprachen an den Wortspielen teil. Folgt einer Echse namens wortgewandt ins Ungewisse. Wird von einem Kolibri namens Gesang zum Tanzen verführt, vergisst dabei seine Suche und verliert sich selbst und seinen Sinn dabei beinahe endgültig. Wird von Klammern darum ins Land Babel entsorgt, dorthin, wo die Wörter vermodern, die keinen Sinn mehr haben. Um im letzten Moment schließlich dem Vergessen zu entkommen und seine Geschichte und seinen Namen wiederzufinden. Wie das? Das ist Magie ...

Lesen Sie selbst ...


Sarah Ines | 29. Januar 2009, 08:01

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