Strafe für Ehebruch

Ehebruch wurde im Mittelalter öffentlich bestraft. Für Männer war er eher eine lässliche Sünde, es sei denn, er lebte im Konkubinat mit seiner Geliebten. Frauen wurden je nach Zeit und Ort an den Pranger gestellt, ausgepeitscht, gesteinigt, aus der Familie und der Gemeinschaft ausgestoßen, gelegentlich sogar lebendig begraben, manchmal auch auf direktem Wege ins städtische Bordell expediert.
Erschreckt hat mich, dass Ehebruch bis 1969 noch im bundesdeutschen Gesetz im Paragraph 172 des Strafgesetzbuches stand.
Wie man weiß, ist Ehebruch auch heute noch in vielen Ländern, nicht nur im Nahen Osten, eine gefährliche Sache, ob er nun offiziell strafbar ist oder die Sanktionierungen bis zum Ehrenmord eher milde bestraft werden.

Die Hauptfigur in meinem neuen Projekt soll kein unschuldiges Mäuschen sein, nicht ein Opfer nach dem Motto "die arme Frau", eher eine starke Figur, die kämpfen muss mit der lebensgefährlichen Prüderie ihrer Zeit. Auch wenn ich eine historische Geschichte schreiben will, kann es doch auch eine Allegorie auf die heutige Zeit sein, die in Wirklichkeit nicht so liberal ist, wie sie immer tut.


Sarah Ines | 21. November 2005, 12:11

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