Archiv: Juni 2009
Freitag 19. Juni 2009
Winke, winke, Wien
Und ein letzter nächtlicher Blick (Barnabitengasse):
Donnerstag 18. Juni 2009
Wiener Schlendrian
Der Himmel meinte es gut mit uns heute. Die Sonne brannte und ließ jeden Wunsch nach allzu viel Aktivität verdampfen. Aber eigentlich wollte ich Wien ja auch besser kennenlernen. Und wie sollte das anders oder besser gehen als beim Schlendrian durch die schattigen Gassen der Altstadt. Bei einem Café latte im Daniel Moser in der Rotenturmstraße diskutierten wir über Kunst am Bau, während unser Nachbar Reich-Ranickis Akzent imitierte. Drei Grazien in schwarz-roten Kleidchen giggelten an uns vorbei. Zwei orthodoxe Juden und ein Business Men auf seinem Motorroller gingen ihren Gebeten und Geschäften nach. Im Demel boykottierten wir die Sachertorte und aßen lieber Trüffeltorte und Katzenzungeneis und lachten über lesende Quietscheentchen in der Auslage einer Buchhandlung am Kohlmarkt. Und schlussendlich statteten wir Lessing auf dem Judenplatz und der Holocaustgedenkstätte, auf die er herniederschaut, noch einen Besuch ab und erwiesen der Toleranz unsere Referenz.

Straßenschild

Kunst am Bau in der Rotenturmstraße

Lesende Entchen in der Auslage einer
Buchhandlung am Kohlmarkt

Der Schöpfer von »Nathan, dem Weisen«
schaut auf den Judenplatz hinunter
Mittwoch 17. Juni 2009
Wiener Momenterln
Eine Stadt und ihre Menschen entschlüsseln sich aus den Momenterln. Ein wenig natürlich auch aus ihrer Historie, aber doch vor allem aus den Augenblicken. Polizisten, die vorm Stephansdom ein Schwätzchen halten. Fiakerjungs, die den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Ein Mozartimitator, der sich vor der Oper als Kameraatrappe für Touristen anbietet. Ein Mädchen, dass durch den Naschmarkt schlendert, und eine Marktfrau, die sich langweilt. Ein Handwerker, der an der Ampel seine Schubkarre absetzt. Eine Rothaarige, die Plakate klebt. Ein dunkelhäutiger Twen auf einem Brunnenrand. Ein Traktor auf einer Avenue, der für Gärtner wirbt. Eine Blume auf dem Kies im Garten von Schloss Schönbrunn. Der Blick vom berühmten Prater-Riesenrad. Das Misttelefon. Das gelb-in-gelbe Taxistand-Schild. Eine Ego-Spiegelung meiner Wenigkeit in den Glasscheiben von Freuds Büchervitrine. Eine Melange in einem der letzten Wiener Cafés aus dem Buche. Und eine Kaiserin, die über allem schwebt. Und und und. Das alles ist Wien:

Polizisten auf dem Platz vorm Stephansdom

Fiakerjungs am Stephansdom

Mozartimiator vor der Oper

Mädchen schlendert durch den Naschmarkt

Marktfrau im Naschmarkt

Handwerker an der Ampel

Rothaarige Plakatkleberin

Relaxender Twen am Brunnen im Museumsquartier

Innenhof im Museumsquartier

Gärtner werben für sich

Blume im Kies von Schönbrunn

Riesenrad im Prater

Blick vom Riesenrad

Antifa-Objekt im Prater

Papierkorb mit Misttelefon-Nummer

Taxistand-Schild

Aufkleber in der Tram

Sarah Ines spiegelt sich in Sigmund Freuds Büchervitrine
im Sigmund Freud-Museum

Inschrift im Flur des Sigmund Freud-Museums

Café Ritter

Kaiserin Maria Theresia
Dienstag 16. Juni 2009
Wienereien
Gestern noch in München. Heute mitten im Wiener Schmäh. Schlendereien durch Altes und Neues. Wolkenberge, vereinzelte, schnell wieder versiegende Regentropfen und blauer Himmel am (gestrigen) Abend. Nur der Portier vom Hotel Sacher erinnert noch an den Östereicher, wie man ihn sich im Klischee oder im Film vorstellt. Aber wie er wirklich ist, das habe ich noch nicht herausgefunden, nicht einmal ansatzweise, aber das ist ja vielleicht auch gar nicht möglich, schon gar nicht innerhalb von vier Tagen. Allzu prüde scheint er jedenalls nicht (mehr?) zu sein:

Plakat zur Egon Schiele-Ausstellung des Leopold Museums
im Musemsquartier Wien
Samstag 13. Juni 2009
Günter Ludwig zeigt Erotic Arts und mehr
Der Künstler Günter Ludwig, den ich und der zugleich mich zu den »erotic lyrics & arts« in liebe geht durch die haut inspiriert hat, zeigt vom 6. Juli bis 14. August 2009 in der Karlsruher Galerie EigenART Zeichnungen, Druckgrafik und Malerei, unter anderem aus dem Buch. Die Eröffnung ist am 3. Juli 2009.









